Prototyp einer Hirn-Computer-Schnittstelle vorgeführt

Auf der Siggraph 2017 hat das Unternehmen Neurable eine Gedankensteuerung für Virtual Reality vorgeführt

Forscher und Entwickler arbeiten schon sehr lange daran Geräte zu entwickeln, die neuronale Aktivitäten im Gehirn interpretieren können um damit Computer zu steuern. Auf der Siggraph hat nun das US-Unternehmen Neurable einen Prototyp einer solchen Hirn-Computer-Schnittstelle vorgeführt, die in die Virtual-Reality-Brille HTC Vive eingebaut wurde.

Im Prototyp wird die Kopfhalterung durch eine Art EEG ersetzt welches per Sensoren-Kontakt mit dem Kopf die Signale des Gehirns messen und auswerten.

Durch maschinelles Lernen soll die Präzision und auch die Erkennungsgeschwindigkeit immer weiter verbessert werden.

Bei der Demonstration des Headsets mit dem VR Spiel Awakening des spanischen Studios Estudiofuture steuert der Spieler ein Kind, das in einem Forschungslabor festgehalten wird, weil es im Rahmen von Experimenten telekinetische Kräfte entwickelt hat. Dabei muss der Spieler seine Gedanken nutzen um die Kräfte zu nutzen. Einen physischen Controller gab es bei der Vorführung nicht.

Die Forschung soll behinderten Menschen helfen

Grundlage der Kontrolle per Gedanken sind Forschungen von Ramses Alcaide an der University of Michigan, dessen Onkel bei einem Unfall beide Beine verloren hatte, als Alcaide noch ein Kind war. Die Steuerung per Hirn-Interface soll auch behinderten Menschen helfen.

Spiele sind laut Neurable-Vizepräsident Michael Thompson eine tolle Möglichkeit die Technologie zu testen. Die Möglichkeiten sollen allerdings weit über diesen Bereich hinausgehen. Für Entwickler bietet Neuronable auch ein SDK für die Spiele Engine Unity an.

Prototyp einer Hirn-Computer-Schnittstelle vorgeführt
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